Sind Sie empathisch? Die Qualität Ihrer Füllwörter beweisen es …

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Sind Sie empathisch? Die Qualität Ihrer Füllwörter beweisen es …

Die Menge Ihrer Füllwörter machen Sie zum empathischen Sprecher…

meinten Britische Forscher bereits vor vielen Monaten. (LINK)

Wie benützen Sie Füllwörter?

Sie kennen das sicher auch: Sie leiten vielleicht ein Bewerbungsgespräch, Sie sind im Gespräch mit einem Kunden und Ihr Gesprächspartner, Ihre Gesprächspartnerin ist quasi ’stumm‘. Sie stellen Fragen und erhalten nicht die gewünschten Antworten, keine Antwort oder nur ein unsicheres ‚Ähm‘, viele zögernde ‚Ähs‘ und ‚Öhms‘, aber keine Reaktion in anderem Sinne – die Ihnen vermittelt, dass Ihr Gegenüber im Gespräch ist, Sie gehört werden, bereit ist, in einen aktiven, lebendigen Dialog zu treten.

Nun, das kann natürlich an der Qualität Ihrer Fragen, Ihrer Fragetechnik, Ihrer Kommunikation liegen. Das Gegenüber ist offensichtlich verunsichert.

Anders betrachtet: Ihr Gegenüber ist sich seiner Sprechwirkung noch nicht bewusst. Gut vorbereitet in geschäftliche Gespräche, Vorstellungsgespräche, jede erdenkliche Art von gewichtiger – für Sie wichtiger – Kommunikation zu gehen, ist der Schlüssel zum erfolgreichen Dialog: Interaktion, die beide Seiten am Ende zufrieden aus dem Gespräch gehen lässt.

Zurück zur Empathie: Ohne Empathie, damit ist die Fähigkeit gemeint, auf andere einzugehen, sich auf andere einstellen zu können und angemessen zu reagieren, geht gar nichts.

Was haben nun Füllwörter genauer betrachtet mit Empathie zu tun?

Die eingangs erwähnte Studie hinsichtlich der Füllwörter in unserer Sprache, im erwähnten Fall war es die englische Sprache, ist hoch interessant, weil erst Füllwörter das Sprechen l e b e n d i g machen. Lebendigkeit im Dialog vermittelt ganz klar Empathie. Aktives Zuhören, wohlwollendes /Mmm/, körpersprachliche Signale, geeignete Wortwahl und vieles mehr, dies alles ist dabei von Bedeutung. Sie reagieren auf den anderen, gehen aufeinander ein, anstatt sich beide allein, im Monolog zu begegnen.

Kennen Sie die Wirkung Ihrer Interaktion?

Wenn Sie Gelegenheit haben, ein Gespräch im Radio oder anderer Aufnahme, in einem Video anzuhören – und es fehlen jegliche Art von Füllwörtern  – dann haben Sie ein weniger lebendiges, Gespräch, das in besonderen Fall künstlich und getextet, ‚gelesen‘ klingt. Ohne Füllwörter zu sprechen ist oft in Tonstudioaufnahmen für Werbung (diese dennoch sehr lebendig und emotionell gestaltet), künstlerische Gestaltung von bestimmten Texten, in den Nachrichten, in den verschiedensten professionellen Branchen verlangt und genau dann von hoher Qualität.

Jedoch: Im freien Sprechen benützen wir ganz natürlich Füllwörter, wir halten inne, überlegen und treten mit vielen kleinen Gesten in den freien Dialog.

Jedoch Vorsicht: Im geschäftlichen Gespräch, im Vorstellungsgespräch verhält es sich anders als in einer privaten Plauderei mit Freunden. Auch der Smalltalk vor dem eigentlichen ‚Business‘ will souverän gestaltet sein. Im privaten Gespräch erlauben wir uns mehr Freiheit hinsichtlich der klanglichen informalen Gestaltung. Auch in Körpersprache und Inhalt sind wir im Job formeller, Kleidung, gesamtes Auftreten, Begrüßungsrituale – auch der Klang der Sprache und unsere Wortwahl sind dem Anlass angemessen. Privat erlauben wir uns mehr hinsichtlich der freien, saloppen, legeren Gestaltung – eben auch mal mit sehr vielen Füllwörtern, unkonventionell, etwas unangepasster.

Wie Füllwörter empathisch und souverän wirken

Tipp:

  • Vermeiden Sie zu viele Füllwörter – das lässt Sie eher unsicher oder nervös anstatt empathisch wirken.
  • Proben Sie Ihren Part zuhause. Nehmen Sie diesen Part auf: Smartphone, Laptop oder Diktiergerät.
  • Hören Sie sich die Aufnahme mehrmals an.
  • Korrigieren Sie in weiteren ‚Proben‘. Machen Sie anders, was unsicher wirkt.
  • Hören Sie wieder aufmerksam zu und erproben Sie andere Varianten. Behalten Sie bei, was gefällt.

Konkret:

  • Sprechen Sie im Eigenton, weder zu hoch, noch zu tief.
  • Reduzieren Sie die Füllwörter – weniger ist mehr – aber lassen Sie sie nicht weg – was ohnehin unmöglich ist und unnatürlich wäre.
  • Achten Sie auf die Qualität des Stimmklanges. Ist er angemessen? Drückt er aus, was Sie wirklich meinen und sagen möchten?
  • Achten Sie auf Ihre Intonation (Sprachmelodie). Machen Sie öfter mal einen Punkt.
  • Machen Sie ausreichende und angemessene Sprechpausen.
  • Lassen Sie sich Zeit um zu atmen.

Die Qualität Ihrer Füllwörter, die klangliche Qualität, die auch eine Sprechpause andeuten – macht die Qualität Ihrer Interaktion mit dem Gegenüber aus.

Ein wohlwollendes, anerkennendes, aufmerksames ‚Mmm‘ ist ein angemessener ‚Füller‘ von unschätzbarem Wert. Das summende Nicken und Bejahen, sparsam und angemessen eingesetzt, macht jeden Monolog zum Dialog und lässt Sie empathisch zuhören.

Im Dialog sprechen Sie frei. Wenn wir uns unseres Stimmklanges bewusst sind, sprechen wir sicherer. Machen Sie Qualität hörbar und holen Sie sich professionelles Feedback zum Thema souverän klingen, frei sprechen in meinen Stimmcoachings und Workshops.

Ich freue mich auf unseren Dialog!

 

 

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